8.3. Weltfrauentag AMREFs „Stop the cut“- Kampagne

Am achten März ist Weltfrauentag. In vielen Teilen der Welt leben Frauen weiterhin unter sehr schwierigen Bedingungen – etwa in manchen Regionen Afrikas. Dort ist die grausame Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung nach wie vor weit verbreitet.

Mädchen in Nomadengemeinschaften werden traditionell durch Beschneidung der weiblichen Genitalien initiiert, um den Übergang von der Kindheit in die Frauengemeinschaft zu markieren , ein nicht nur oft tödlicher, sondern auch ein mit lebenslangen Schmerzen und Krankheiten verbundener Eingriff.

AMREF Austria unterstützt seit 2016 die internationale Kampagne von AMREF und den Fliegenden Ärzten in den Maasai-Gebieten Ostafrikas, die weibliche Beschneidung FGC (Female Genital Cutting) bzw.  FGM (Female Genital Mutilation) zu beenden, um den Mädchen nicht nur ein besseres und freieres Leben zu ermöglichen, sondern ihnen die Chance zu geben, die Schulausbildung zu beenden, um sie vor früher Zwangsverheiratung zu schützen.

2016 absolvierten 2.634 Mädchen in Maasai Regionen die rituelle Einführung in die Erwachsenenwelt durch das AMREF Projekt „Alternative Rite von Passage (ARP)“.

Das AMREF ARP-Modell ist das wirkungsvollste Instrument im Kampf gegen die weibliche Beschneidung, durch Sensibilisierung der Stammesältesten, Lehrkräfte, Maasai Morans (junge Krieger) und der Hebammen. AMREF unterrichtet Anti-FGC-Trainer, Lehrer, Frauen, Jugendliche, religiöse und lokale Führungskräfte. Lokale ARP-Komitees führen kultursensible Gemeinschaftsdialoge über die negative Auswirkung von FGM /FGC sowie frühe Verheiratung durch.