ÄTHIOPIEN

Hebammenausbildung in Äthiopien

 In der dürregeplagten, ländlichen Region Afar sterben doppelt so viele Mütter, Säuglinge und Kinder wie im nationalen Durchschnitt. Dagegen kämpft AMREF mit der Ausbildung von Hebammen direkt vor Ort an.
Aktuell finden die meisten Geburten in Afar noch ohne medizinische Betreuung zu Hause statt. Auch gibt es in der Region generell viel zu wenig medizinisches Fachpersonal.
Derzeit hat Afar nur ein einziges Krankenhaus, das 1,4 Millionen Menschen versorgt. Ein Arzt ist für die medizinische Betreuung von über 60.000 Patienten zuständig. Die Richtlinie der WHO zum Arzt-Patient-Verhältnis liegt jedoch bei 1 zu 10.000. Deshalb haben sich die nationale und die lokale Regierung in Äthiopien dazu verpflichtet, den Missständen im Gesundheitssektor entgegenzuwirken. AMREF unterstützt dieses Vorhaben tatkräftig – Hand in Hand mit den zuständigen Organen des Staates und des Landes.

 

 

Kampf gegen Malaria

Malaria stellt die größte Bedrohung für die Gesundheit der Menschen in der Region Afar im Nordosten Äthiopiens dar. Fast überall in der hauptsächlich von Nomaden besiedelten Gegend, die durch klimatische Extreme charakterisiert ist, kommt Malaria vor.

Malaria ist hier die Ursache Nummer eins für Krankheiten und Sterbefälle. Besonders schwer sind zumeist Kinder und schwangere Frauen betroffen. Dies ist umso tragischer, da Malaria behandelt werden kann und vermeidbar ist: Gezielte Aufklärung, Desinfektion und Schutz vor den krankheitsauslösenden Mückenstichen sind wirkungsvolle Instrumente, um Malaria einzudämmen.

Als Organisation, die Hand in Hand mit den lokalen Gemeinschaften arbeitet, engagiert sich AMREF in Afar deshalb bereits seit 2005 für die Prävention und Therapie von Malaria. Im Zuge dessen werden die Menschen in der Region mit den nötigen Kenntnissen, Fähigkeiten und Mitteln ausgestattet, um Malaria zu bekämpfen, gesund zu bleiben und den Teufelskreis von Krankheit und Armut zu durchbrechen.

Was AMREF in Afar konkret leistet
Mit finanzieller Unterstützung durch die PRANA-Stiftung fördert AMREF in Afar die Prävention und Therapie von Malaria, damit deutlich weniger Menschen daran erkranken und sterben. Eine zentrale Rolle im Kampf gegen Malaria spielt die Verteilung von Moskitonetzen, die mit Insektiziden behandelt sind. Sie schützen gegen Stiche der weiblichen Anophelesmücke, welche Malaria überträgt, und sind das einfachste Mittel zur Vorbeugung:

Würden sich nur 75 Prozent der Menschen in Afar mit einem Moskitonetz schützen, könnten 90 Prozent aller Malaria-Infektionen in der gefährdeten Region vermieden werden.

Bei dieser und allen weiteren Maßnahmen setzt AMREF auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Menschen direkt vor Ort: Geschulte Gesundheitshelferinnen und Gesundheitshelfer verteilen die Netze in den Gemeinden und erläutern, wie man sie richtig verwendet und wie wichtig die Malaria-Schutz- und -Kontrollmaßnahmen sind, vor allem für die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen: Kinder und werdende Mütter.
Etwa 30 Prozent aller Todesfälle von Frauen während der Schwangerschaft und kurz nach der Geburt werden durch Malaria verursacht, und bei Kindern unter 5 Jahren ist die Krankheit die häufigste Todesursache.

Neben dieser intensiven Gesundheitsaufklärung und -beratung unterstützt AMREF Einrichtungen des Gesundheitswesens dabei, Malaria genauer zu diagnostizieren und dadurch gezielter behandeln zu können. Schließlich gibt es verschiedene Arten von Malaria, die unterschiedlich schwer verlaufen und eine jeweils individuelle Behandlung erfordern.

 

 

Wasser- und Sanitärversorgung für Kechene

Eine Verbesserung des Gesundheitszustands der Menschen in Kechene durch einen besseren Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen – das ist das Ziel des AMREF-Projektes in dem großen Slum bei Addis Abeba, unterstützt von Diageo, Euromoney und der Opal-Stiftung.

Äthiopien ist eines der ärmsten Länder der Welt. Es belegt Platz 170 unter den 177 Ländern des UN-Index für menschliche Entwicklung. Über die Armut in den ländlichen Gebieten Äthiopiens wird häufig berichtet. Die steigende Anzahl von Menschen, die in den Slums der Städte leben, findet hingegen wenig Beachtung.

Im Slum Kechene etwa leben rund 50.000 Menschen – die meisten von ihnen in extremer Armut, unter schlechten hygienischen Bedingungen und ohne Zugriff auf sauberes Trinkwasser.

Deshalb setzt AMREF vor Ort Wasserquellen instand und installiert Einrichtungen für die sanitäre Grundversorgung. Diese werden anschließend von den Gemeinden selbst verwaltet. So kann der Entstehung und Ausbreitung vieler Krankheiten mit einfachen Mitteln wirkungsvoll und nachhaltig vorgebeugt werden – und die Bewohner von Kechene haben bessere Chancen auf ein gesünderes Leben.

Was AMREF in Kechene konkret leistet
In Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden saniert AMREF bereits vorhandene Wasserquellen, damit sie für die Wasserversorgung verlässlich zur Verfügung stehen. Zusätzlich stellt AMREF durch die Installation von Sanitärgebäuden (mit Duschen, Toiletten und Wasserstellen), Wassertanks und Duscheinheiten die sanitäre Grundversorgung in Teilen des Slums sicher und verbessert die hygienischen Bedingungen dort. Zusätzlich bilden die Bewohnerinnen und Bewohner von Kechene mithilfe von AMREF Komitees für Wasser- und Sanitärversorgung, die sich dann eigenständig um die Verwaltung der Anlagen kümmern.

Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende!

 

 
ÄTHIOPIEN