AMREF Flying Doctors

Die AMREF Flying Doctors ermöglichen seit 60 Jahren medizinische Versorgung in den ländlichen Gebieten Ostafrikas und leisten Notfallevakuierungen aus der Luft. Auch Touristen können mit einer AMREF Flying Doctors Mitgliedschaft im Notfall auf die Luftrettung zählen.

„Wenn der Patient nicht zum Arzt kommen kann, so muss eben der Arzt zum Patienten kommen“. Dies erkannten Michael Wood und die Mitgründer von AMREF in den 1950er Jahren angesichts der riesigen Entfernungen in Ostafrika. Chirurgische und internistische Intervention war häufig dringend erforderlich, aber logistisch gerade in ländlichen Gebieten nicht durchführbar. Oft hatten die Menschen in den ländlichen Gebieten deshalb noch nie einen Arzt gesehen.

Heute, 60 Jahre nach der Initiierung, sind die „Clinical Outreach Programme“ wichtiger Bestandteil der ländlichen Gesundheitsversorgung in Ostafrika. Zentrales Element ist weiterhin die Durchführung regelmäßiger Visiten in ländlichen Gegenden, die bisher nur unzureichend von staatlicher Seite mit medizinischer Infrastruktur versorgt werden. Ein weiterer Fokus liegt aber auch auf der Aus- und Weiterbildung lokaler Ärzte, Krankenschwestern, Hebammen und Gesundheitspfleger.flying docs 400

Insgesamt werden durch die regelmäßigen Operationen, Behandlungen und Fortbildungen jährlich mehr als 30.000 Menschen erreicht. Die vom Clinical Outreach Programm versorgten Krankenhäuser werden zwei bis sechs Mal pro Jahr angeflogen. Jedes Jahr wird das Programm genau beleuchtet und an die aktuellen Begebenheiten angepasst. Manche Krankenstationen benötigen mehr Besuche, bei anderen sind weniger ärztliche Einsätze erforderlich, weil sie im Laufe der Zeit unabhängiger geworden sind.

Neben der logistischen Unterstützung für die Clinical Outreach Programme sind die AMREF Flying Doctors vor allem im Bereich der Notfallevakuierungen tätig. 2011 und 2014 wurde AMREF Flying Doctors als Air Ambulance Provider of the Year vom International Travel Insurance Journal ausgezeichnet.

Den AMREF Flying Doctors stehen 14 Maschinen (Flugzeuge und Helikopter) zur Verfügung, welche auch in ländlichen Regionen landen können. An Bord ist immer ein Notarzt, der sich um die Erstversorgung während des Fluges ins Krankenhaus kümmert. Jedes Jahr bringen die Flugzeuge knapp 1.000 Notfälle in die Krankenhäuser Ostafrikas – in der Regel Nairobi.