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"Ganz Salzburg stirbt an Malaria"

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17. Juni 2009

Malaria gehört zu den häufigsten Erkrankungs- und Todesursachen weltweit, mit ca. 500 Millionen Neuerkrankungen und über 2 Millionen Todesfällen jährlich. Allein 80% der Erkrankten leben im Afrika südlich der Sahara und pro Jahr sterben dort ca. 1,1 Millionen Kinder an dieser Krankheit – einer Krankheit, die behandelbar wäre.

Vielen ÖsterreicherInnen ist diese Tatsache nicht bewusst. Deshalb wurden die Kreativen der Werbeagentur Rahofer aktiv: unentgeltlich haben sie, gemeinsam mit dem Fotografen Andreas Fitzner und seinem Bildbearbeitungsstudio Vienna Paint, eine PR-Aktion geplant und gestaltet, um den Bekanntheitsgrad von AMREF und den Fliegenden Ärzten zu steigern.
Das erste Sujet ist eindrucksvoll und beklemmend zugleich, weil es die Zahlen aus Afrika mit der Bevölkerungszahl in Salzburg gleichsetzt. Es zeigt eine verfallende Salzburger Altstadt mit der Headline „Ganz Salzburg stirbt an Malaria“. Das Sujet ist in den vergangenen Wochen bereits in etlichen Printmedien erschienen, z.B. in Der Standard, den Stadt Nachrichten, dem Salzburger Fenster sowie dem ECHO-Magazin. Anfang Juni startete nun der Kooperationspartner Progress Außenwerbung eine Plakataktion in Stadt und Land Salzburg. Bisher wurden 60 solcher Plakate aufgehängt, insgesamt sollen es 100 werden.

Anlässlich dieser PR-Kampagne trafen sich heute Morgen die Verantwortlichen zum gemeinsamen Fototermin in der Vogelweiderstraße.



v.l.n.r.: Christian Rahofer (Rahofer Werbeagentur), Dominik Sobota (Progress Außenwerbung Ges.m.b.H),
Dr. Walter Schmidjell (AMREF Austria), Fred Kendlbacher (Progress Außenwerbung Ges.m.b.H
Auch Sie können helfen! – Malaria ist mit den richtigen Medikamenten und entsprechenden Präventionsmaßnahmen eine leicht behandelbare bzw. vermeidbare Krankheit. Mit Ihrer Spende kann AMREF dazu beitragen, die weitere Ausbreitung von Malaria in Afrika zu bekämpfen.

Spendenkonto: Volksbank Salzburg, BLZ 45010, Kto-Nr. 111211

Die Arbeit von AMREF

Die Prävention und Bekämpfung von Malaria gehört in der Arbeit von AMREF seit seiner Gründung durch den Flying Doctors Service 1957 zu den höchsten Prioritäten. AMREF kommt bei der Ausbil¬dung von heimischem Gesundheitspersonal eine tragende Rolle zu, wodurch das afrikanische Gesundheitssystem nachhaltig gestärkt wird.

Durch die Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung und Ge¬sundheitsbehörden sorgt AMREF für
  • die Aufklärung der Bevölkerung über die Ursachen und Symptome von Malaria
  • den Zugang zu Diagnoseeinrichtungen, um eine frühe und effektive Behandlung zu ermöglichen
  • die Verbreitung von imprägnierten Moskitonetzen und Malaria-Medikamenten


Saloums Gesichte

In Tanzania sterben jährlich 125.000 Menschen an Malaria, nahezu zwei Drittel davon sind Kinder. Malaria gehört dort zu den häufigsten Todesursachen bei den unter 5-Jährigen. Auch die Region Mtwara, eine der ärmsten in Tanzania, ist stark von dieser Krankheit betroffen. In Zusammenarbeit mit der Europäischen Union startete AMREF 2007 das „Mtwara Community Based Health Care“-Projekt, das auf die Stärkung des tanzanischen Gesundheitssystems abzielt und einen Schwerpunkt auf die Prävention und Bekämpfung von Malaria legt.

Im Rahmen dieses Projekts arbeitet AMREF mit dem „Tanzania Network of NGOs Against Malaria“ zusammen, um auf politische Strategien einwirken zu können. AMREF ermöglicht eine effektive Diagnose und Behandlung von Malaria, stellt imprägnierte Moskitonetze für die Bevölkerung bereit, arbeitet mit lokalen „Community Health Workers“ zusammen und stellt Hausbehandlungen auch für Menschen in entlegenen Gebieten sicher. In den 118 teilnehmenden Dörfern der Region Mtwara wurden insgesamt 10 „Community Health Workers“ von der Bevölkerung ausgewählt und von AMREF ausgebildet.
Einer von ihnen ist Saloum. Saloum ist Bauer und lebt in dem Dorf Nangure, einer kleinen Gemeinde mit nur einer Hauptstraße und wenig Versorgungsmöglichkeiten. Saloum erfuhr das erste Mal von AMREF, als er seinen Sohn, der an Malaria erkrankt war, in ein Health Centre brachte. Bevor AMREF das Projekt in seinem Dorf startete, wusste Saloum nicht viel über Malaria. Er wusste, dass die Krankheit gefährlich ist und viele Leute daran sterben. Jetzt ist er ein von AMREF voll ausgebildeter „Community Health Worker“ und betreibt Aufklärungsarbeit bei den Mitgliedern seiner Gemeinde. Das ganze Jahr über ist er auf seinem Rad, das von AMREF zur Verfügung gestellt wurde, von Haus zu Haus unterwegs und spricht mit den Leuten über Malaria. Die Zahl der von Malaria verursachten Todesfälle ist in Mtwara bereits deutlich zurückgegangen, dank der Hilfe von AMREF und „Community Health Worker“ wie Saloum.


 

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