WeltWasserTag 2012



Der Weltwassertag 2012 hat das Thema Wasser- und Nahrungssicherheit.



Heute müssen bereits 7 Milliarden Menschen auf unserem Planeten ernährt werden und weitere 2 Milliarden werden bis zum Jahr 2050 hinzukommen. Statistiken besagen, dass jeder von uns täglich 2 bis 4 Liter Wasser verbraucht, dabei aber das meiste von uns verbrauchte Wasser Bestandteil von Nahrung ist: so verbraucht die Herstellung von 1 Kilo Rindfleisch zum Beispiel 15.000 Liter Wasser.

Wenn eine Milliarde Menschen auf der Welt bereits unter chronischem Hunger und unzureichender Versorgung mit Wasser leiden, können wir nicht behaupten, das Problem ist "anderswo" und geht uns nichts an. Die Bewältigung des Bevölkerungswachstums und die Garantie des Zugangs zu Nahrungsmitteln für alle Menschen erfordert eine Reihe von Maßnahmen, bei denen wir alle mit helfen können:
   •    Verbrauch von weniger wasserintensiven Produkten
   •    Reduzierung der skandalösen Verschwendung von Lebensmitteln (30% der weltweit produzierten Nahrungsmittel werden nie gegessen, und das für deren Produktion verwendete Wasser ist endgültig verloren)
   •    Produktion von mehr Nahrungsmittel von besserer Qualität bei geringerem Wasserverbrauch

AMREF Austria will den diesjährigen Weltwassertag dazu nutzen Sie über die Folgen der Dürrekatastrophe in Ostafrika und die derzeitige Situation speziell in Kenia zu informieren.

Im Sommer 2011 herrschte in Ostafrika die schlimmste Dürreperiode der vergangenen 60 Jahre. Mehr als 13 Mio. Menschen in Somalia, Kenia, Äthiopien, Dschibuti, Uganda und dem Sudan sind betroffen. Alleine in Kenia sind 3 bis 3,5 Mio. Menschen betroffen. Davon leiden 2,4 Mio. Menschen unter einer Hungersnot die durch die Dürre und der daraus resultierenden hohen Nahrungsmittelpreise und der Flut an Flüchtlingen aus Somalia ausgelöst wurde. Insgesamt sind 900.000 Somalier außerhalb ihres Landes auf der Flucht, davon befinden sich 500.000 in Kenia.


Spenden aus Österreich

Regionen: Kibera, Turkana, Makueni, Loitokitok
Was: Nahrungsmittel (Reis, Bohnen), Wasser, Gesundheitliche Versorgung durch Community Health Worker von AMREF

Durchgeführte Maßnahmen:
    •    Sanierung von Bohrlöchern
in Nanam zum Beispiel werden durch ein Bohrloch 15.050 Menschen aus 8 Dörfern mit Trinkwasser versorgt
    •    Wassertanks zur Verfügung stellen
    •    Nahrungsergänzungen
    •    Förderung von medizinischen Beratungsstellen
    •    Ausbau von Wasserleitungen
    •    Bau von Sanddämmen


Aufstellen von Leaky Tins
Leaky Tins sind undichte Blechbüchsen oder Plastikflaschen, diese werden mit Sand und Wasser befüllt und am unteren Rand wird ein kleines Loch reingestochen, durch das das Wasser langsam raustropfen kann. So kann man sich wassersparend die Hände und Augen waschen. Dies ist eine wirksame Prävention vor dem Trachom, was die häufigste Ursache für Erblindung in Afrika ist.
Besonders Kinder sind davon stark betroffen, so liegt die Prävalenz für Trachom-Erkrankungen bei Kindern unter 10 Jahren bei 35 %. Unbehandelt führt diese Krankheit zu Erblindung der Kinder.

In Makueni wurden 100 Stück aufgestellt, davon profitieren 25 Schulen mit ca. 500 Schülern. Zusätzlich wurden noch 100 Stück für ca. 100 Haushalte mit je ca. 7 Familienmitgliedern hergestellt.

Wassertanks und Chlor-Tabletten
Insgesamt sechs Wassertanks mit einem Fassungsvermögen von je 10.000 l werden in Makueni aufgestellt. Zurzeit werden die Tanks hergestellt und nach Makueni gebracht. Von diesen Tanks wird die gesamte lokale Bevölkerung der Makueni Region profitieren.
4.000 Aquatabs (Tabletten die die im Wasser befindlichen Mikroorganismen abtöten) wurden verteilt, weiter Verteilungen werden folgen.

Wasser Management-Komitee
Durch die Ausbildung eines Wasser Management-Komitee soll in Zusammenarbeit mit Handwerkern die Wasserversorgung von Makueni sichergestellt werden. Das Komitee besteht aus 19 Personen, die Repräsentanten von Schulen, Kirchen und Community Health Workers sind.

Pipeline Ausbau
Von dem Pipeline Ausbau werden 7.532 Menschen in Makueni profitieren.

Bau von Falchbrunnen und Sanddämmen
Die Flachbrunnen werden zurzeit gebaut, von diesen werden 4.696 Menschen in Kalawe und in Teilen der Region Makueni profitieren.

Zusammenfassend ist zu sagen:

AMREF Kenia bemüht sich um eine Zusammenarbeit mit anderen in Kenia tätigen NGOs um im Notfall schnell und effektiv für die Bevölkerung vorgehen zu können. AMREF Kenia ist weiterhin in den von der Dürre betroffenen Krisengebieten aktiv um sicherzustellen, dass angemessene Gesundheitspflege, Hygienemaßnahmen und Nahrung zur Verfügung gestellt wird.

Die AMREF Kenia Dürre Intervention hat sich zur Aufgabe gemacht die Ernährung von Müttern und Kindern unter 5 Jahren zu verbessern, erhöhten Zugang zu sauberem Wasser, erhöhter Zugang zu Gesundheits- und Hygieneförderungsmaßnahmen und eine verbesserte Gesundheitsversorgung. Die Maßnahmen kamen insgesamt über 1.7 Millionen Menschen zugute und werden noch schätzungsweise 2.9 Millionen Menschen in mehreren bedürftigen Regionen der über 10 Regionen Kenias helfen.

Durch die Wiederherstellung von Bohrlöchern und die Neuerrichtung von Wasserspeichertanks können die Gemeinden Regenwasser sammeln und sind nicht mehr gezwungen weite Wege auf der Suche nach Wasser zurück zulegen. Da das Wasser trotzdem oft verunreinigt ist, verteilt AMREF Chlortabletten an die Haushalte und hilft so durch Wasser übertragbare Krankheiten zu verhindern.

Medizinisch Produkte wurden an viele medizinische Einrichtungen verteilt und werden so viele Menschen erreichen, die aufgrund der Umstände nicht medizinisch versorgt werden konnten. Ausgebildete Community health workers sind in den Gemeinden damit beschäftigt die Bevölkerung medizinisch zu betreuen und führen Hygiene-Schulungen durch.







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