AMREF Austria inc. Flying Doctors Service

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Stand Up for African Mothers

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Afrika südlich der Sahara ist das Epizentrum der Müttersterblichkeit in der Welt. In Ostafrika beträgt die Müttersterblickeit immer noch bei 500 / 1000 Lebendgeburten.

Zugang zu professioneller Betreuung während der Geburt, inklusive Notfallmedizin, gekoppelt mit effizienten Überweisungssystemen und Zugang zu Familienplanungs-Services sind die wichtigsten Interventionen, um die Müttersterblichkeit zu senken.

AMREF hat die Gesundheitssysteme von 18 Distrikten in Ostafrika (in Kenya, Uganda und Tanzania) im Hinblick darauf untersucht, ob das 5. Millennium Entwicklungsziel erreicht werden kann - die Reduktion der Müttersterblichkeit um 75 % bis zum Jahr 2015. Die Ergebnisse sind nicht sehr ermutigend:

  • kein einziger Distrikt kann die notwendigen schnellen Aktionen durchführen, um das Ziel zu erreichen.
  • Ein hoher Prozentsatz von 79 % der schwangeren Frauen besuchten zumindest 1x eine medizinische Einrichtung zur Vorsorge.
  • Nur 36 % der Frauen entbanden in einer medizinischen Einrichtung mit der Mindestbesetzung von einer Krankenschwester oder Hebamme.
  • 58 % der Frauen besuchten innerhalb von 2 Tagen nach der Entbindung eine Betreuungseinrichtung, hauptsächlich, um die Babies impfen zu lassen.
  • Nur 31,5 % aller Gesundheitseinrichtungen boten Familienplanungsservices an, und auch das nicht kontinuierlich. Das Hauptproblem dabei war eine schlechte Versorgungskette.
  • Die meisten medizinischen Zentren hatten die notwendige Infrastruktur, um eine qualitativ hochwertige Betreuung der Mütter anzubieten, aber nur 43 % hatten auch das entsprechende Fachpersonal, und nur bei 6 % stand ein Transportmittel für notwendige Überweisungen zur Verfügung.
  • 28 % der Gesundheitszentren hatte die medizinische Ausrüstung, um grundlegende Notfallbetreuung bei werdenden Müttern sowie während und nach der Geburt anzubieten.
  • Nur 32 % der Krankenhäuser in den Distrikten waren sowohl von der Ausrüstung als auch vom Personal her imstande, einen Kaiserschnitt durchzuführen.
  • Die niedrigen Budgets im Gesundheitsbereich wurden als größtes Hindernis bei der Verbesserung der Strukturen und Gesundheitsdienste genannt.


AMREF plant mit seiner Aktion "Stand Up for African Mothers", bis 2015 jährlich 6.000 Hebammen auszubilden. Mit dieser Ausbildungsoffensive könnte 70.000 Mütter das Leben gerettet und die Müttersterblichkeit in Afrika um 25 % gesenkt werden.

 

Die Millennium Entwicklungsziele der Vereinten Nationen

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Im Jahr 2000 haben die Vereinten Nationen 8 Millennium Entwicklungsziele festgelegt. Alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen haben sich verpflichtet, diese Ziele bis zum Jahr 2015 zu erreichen. Die Ziele lauten:

1. Extreme Armut und Hunger beseitigen - die Zahl der Menschen, die von weniger als einem US-Dollar pro Tag leben, soll auf die Hälfte gesenkt werden, ebenso der Anteil der Menschen, die unter Hunger leiden.
2. Grundschulbildung für alle Kinder
3. Gleichstellung von Männern und Frauen
4. Die Kindersterblichkeit senken
5. Die Gesundheit der Mütter verbessern - die Müttersterblichkeit soll um 75 % reduziert werden.
6. HIV/AIDS, Malaria und andere Krankheiten bekämpfen
7. Eine nachhaltige Umwelt gewährleisten. So soll dem Verlust von Umweltressourcen Einhalt geboten werden. Die Zahl der Menschen, die über keinen gesicherten Zugang zu gesundem Trinkwasser verfügen, soll umd die Hälfte gesenkt werden.
8. Eine globale Partnerschaft im Dienst der Entwicklung schaffen. Ein offenes Handels- und Finanzsystem, das auf festen Regeln beruht, vorhersehbar ist und nicht diskriminierend wirkt. Menschenwürdige Arbeitsplätze, Lösung der Schuldenprobleme etc.

weitere Informationen zu den Millennium Entwicklungszielen: http://www.un.org/depts/german/wirtsozentw/fs_wirtsoz.html


 

Einige Modellprojekte von AMREF

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Wir arbeiten mit einigen der ärmsten und am meisten benachteiligten Menschen in Afrika. AMREF entwickelt Gesundheitsprojekte in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden, zugeschnitten auf die jeweilige Situation – ob in einem Slum in Nairobi, in einem Lager für Binnenflüchtlinge im nördlichen Uganda oder im abgelegenen Hinterland von Äthiopien. Die ortsansässigen Menschen wissen selbst am besten um ihre Probleme, und sie werden sowohl in die Planung als auch in die Umsetzung der Projekte auf allen Ebenen eng eingebunden. So wird sichergestellt, dass die Verbesserungen nachhaltig sind und die Menschen Eigenverantwortung für ihre Gesundheitsversorgung übernehmen. Durch Aus- und Weiterbildungen wird die medizinische Versorgungsdichte verbessert.

Einige Modellprojekte von AMREF

Um die Vorbildfunktion von AMREF in Afrika zu verdeutlichen, wollen wir Ihnen einige der Modellprojekte vorstellen, die AMREF durchgeführt hat und die inzwischen von den jeweiligen Regierungen aufgegriffen und im großen Maßstab (meist landesweit) umgesetzt werden.


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Frauen wieder zu Würde verhelfen - der Kampf gegen VVF

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„If Fistula was a condition affecting men, would it have taken us this long to do something about it?“
Dr. Eunice Kiereini, Chairperson, Flying Doctors‘ Society of Africa

Sarah Omwenga hätte leicht als Chirurgin durchgehen können, als sie im Ende 2009 bei der Konferenz der „International Society of Obstetric Fistula Surgeons“ (ISOF) das Podium betrat. Als sie zu sprechen begann, wurden die Teilnehmer aus Afrika, Asien, Europa und Amerika still und schenkten der jungen kenyanischen Frau ihre ungeteilte Aufmerksamkeit.

Sarah berichtete über ihren Leidensweg mit der vesiko-vaginalen Fistel, kurz VVF. Dieser Zustand wird durch lang dauernde Wehen verursacht und bewirkt, dass eine Frau harninkontinent wird, manchmal auch stuhlinkontinent. Besonders anfällig sind extrem junge Mütter, deren Körper für eine Schwangerschaft und Geburt eigentlich noch nicht bereit sind, und Frauen, die während der Schwangerschaft und Geburt keine qualifizierte Betreuung erfahren.

Sarah wurde als Teenager schwanger, nachdem sie vergewaltigt worden war.

„Ich lag zuhause 20 Stunden in den Wehen, dann wurde ich zur örtlichen Armenklinik gebracht, wo ich weitere 18 Stunden Wehen hatte. Als das Kind endlich geboren wurde, war es tot“, erzählte sie.

Drei Tage nach der Geburt wurde ihr klar, dass sie ihren Urin nicht kontrollieren konnte. „Ich blieb zwei Monate lang im Krankenhaus und hoffte auf Heilung, aber mir wurde mitgeteilt, dass mein Zustand einen Arzt von außerhalb erfordern würde.“ Ohne Geld für eine Operation ging sie schließlich nach Hause und damit

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Wo AMREF arbeitet

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AMREF verfügt seit 50 Jahren über eine fundierte Erfahrung im Gesundheitswesen und entwickelt Gesundheitsprojekte in enger Zusammenarbeit mit der afrikanischen Bevölkerung und den einzelnen Gemeinden, zugeschnitten auf die jeweilige Situation - ob in einem Slum in Nairobi, in einem Lager für Binnenflüchtlinge im nördlichen Uganda oder im abgelegenen Hinterland von Äthiopien - im Zentrum stehen immer die Menschen.

Die ortsansässige Bevölkerung weiß selbst am besten um ihre Probleme, und sie wird sowohl in die Planung als auch in die Umsetzung der Projekte auf allen Ebenen eng eingebunden. So wird sichergestellt, dass die Verbesserungen nachhaltig sind und die Menschen Selbstverantwortung für ihre Gesundheitsversorgung übernehmen. Durch die Aus- und Weiterbildung wird die medizinische Versorgungsdichte verbessert.

Die nachfolgende Abbildung zeigt jene Länder, in denen AMREF derzeit tätig ist.



 AMREF verfügt über 5 regionale Büros in Afrika (Äthiopien, Kenya, Südafrika, Tanzania und Uganda) sowie 12 nationale Büros in Nordamerika und Europa (Kanada, USA, Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Monaco, Niederlande, Österreich, Spanien und Schweden).

 



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