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Trachom - Ein Fallbericht

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Oktober 2009

Was ist Trachom?

Trachom kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Rauhes Auge". Es ist eine bakterielle Entündung des Auges, die unbehandelt mit Erblindung endet. Es ist die häufigste Augenerkrankung in Afrika. Trachom wird mittels Schmierinfektion übertragen, z.B. durch gemeinsame Nutzung von Handtüchern und Waschlappen oder auch durch Fliegen.

Die Ansteckung geschieht meist im Kindesalter. Die Krankheit verläuft in vier Stadien, von Symptomen einer Bindehautentzündung mit Fremdkörpergefühl über eine rauhe Bindehaut am Oberlid (das führt zu Schwellungen des Oberlids und zu einer ständigen Reizung des Auges), dann folgt eine Vernarbung der Oberlid-Bindehaut. Im letzten Stadium ziehen sich die Narben zusammen. Dadurch wird der Lidrand des Oberlids mit den Wimpern nach innen zum Augapfel gezogen, die Wimpern scheuern ab sofort bei jeder Bewegung der Augen und bei jedem Lidschlag an der Hornhaut des Auges. Durch dieses ständige Scheuern entstehen Verletzungen der Hornhaut, die sich entzünden und dann unter Narbenbildung abheilen. Die Sehkraft wird mehr und mehr beeinträchtigt, ohne Behandlung erblinden die Betroffenen.

Esther

Der „World Sight Day“ 2009 wurde in Ilpolei im Laikipia District gefeiert. Eine große Anzahl an Gemeindemitgliedern sowie Vertreter der Regierung waren anwesend.

Esther, eine Trachom-Patientin von AMREFBei diesem Anlass wurden kostenlose Augenuntersuchungen angeboten. Die vierzigjährige Esther Kirubia ist eine der vielen Patientinnen, die das Angebot wahrnahmen. Esther ist sechsfache Mutter. Zehn Jahre lang hatte sie unter nach innen wachsenden Wimpern gelitten. Die Folge waren qualvolle Augenschmerzen, da die Wimpern ständig das Auge reizten.Sie dachte, dass ihr Zustand durch den Rauch der Kochstellen verursacht würde und behalf sich damit, die Wimpern mit einer Nagelschere abzuschneiden. Sie wusste nicht, dass es sich um eine behandelbare Krankheit handelt, und litt jahrelang.

Eines Tages erfuhr ihre Schwiegermutter in Nairobi, dass Esthers Zustand behandelbar wäre. Daraufhin besuchte Esther das Nanyuki District Hospital, eine Anlaufstelle für das Trachom Programm von AMREF, wo sie als Trachompatientin diagnostiziert wurde. Das Programm folgt der WHO-Strategie SAFE (Surgery, Antibiotics, Facial Cleanliness und Environmental Hygiene). Esther wurde operiert und erhielt eine antibiotische Tinktur, alles kostenlos. Esther ist auf dem Weg der Besserung. Sie hat ihre täglichen Arbeiten wieder aufgenommen und hat keine Schmerzen mehr. Die Gefahr einer Erblindung ist gebannt.

Das AMREF Trachom Projekt wird von der EU gefördert. Es begann im Jahr 2007 und wird derzeit in den Kajiado, Laikipia und Samburu Distrikten implementiert - das sind kenyanische Distrikte, in denen Trachom besonders häufig vorkommt. All das geschieht in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium von Kenya. So wie Esther wurden bereits mehr als 600.000 Menschen (das entspricht fast 80 % der Bevölkerung der Distrikte) auf aktives Trachom hin behandelt. „Dank AMREFs Trachom Projekt weiß ich jetzt, dass Trachom durch Fliegen übertragen wird,“ sagt Esther. „Ich werde mein Gesicht und die Gesichter meiner Familie jetzt immer sauber halten, um dieser schrecklichen Krankheit vorzubeugen.“



 

"Laboratory Refresher Course" und "Short Courses"

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16. Juni 2009

AMREF verfügt seit über 5 Jahrzehnten über eine fundierte Erfahrung in der Ausbildung von medizinischem Personal. AMREF bietet ein breites Angebot an hochwertigen und kostengünstigen Aus- und Weiterbildungsprogrammen an, um das Gesundheitssystem in Afrika langfristig und nachhaltig zu verbessern und zu stärken. So leistet AMREF Hilfe zur Selbsthilfe.

Jedes Jahr können durch die Unterstützung von Spendern und Sponsoren etliche Stipendien für diese Kurse vergeben werden, wie z.B. den "Laboratory Refresher Course" oder "Short Courses", wie den "Integrated HIV/AIDS Prevention, Care and Treatment"-Kurs. Auch AMREF Austria konnte bereits im ersten Halbjahr 2009 StudentInnen in ihrer Ausbildung unterstützen. Unter Ihnen der Student Gerson Goodluck Maro aus Tanzania und die Studentin Esther Muinde aus Kenya, die den 12-wöchigen "Laboratory Refresher Course" Ende April diesen Jahres erfolgreich abgeschlossen haben.

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AMREF übernimmt die Weiterbildung von Krankenschwestern im Kenyatta National Hospital

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Juli 2008

Das Kenyatta National Hospital und AMREF haben eine Absichtserklärung für die Weiterbildung von 500 Krankenschwestern zu registrierten Krankenschwestern im Gesundheitswesen (registered community health nurses) durch AMREFs Virtual Nursing School (AVNS) unterzeichnet.

AMREF wird computer-basierte Trainingsmodule verwenden, um die Krankenschwestern während der nächsten fünf Jahre zu auszubilden. Die Schwestern arbeiten während der Zusatzausbildung weiter und lernen in ihrer Freizeit am Computer, unter der Anleitung von Tutoren, die ihrerseits von AMREF ausgebildet wurden. Der Kurs ist ein Mischung ausTheorie und klinischer Praxis, mit regelmäßigen Überprüfungen, um eine hochwertige Supervision der Krankenschwestern sicherzustellen.

Die Übereinkunft wurde von AMEFs Deputy Director-General, Dr. Florence Muli-Musiime und dem Chief Executive Officer des Kenyatta National Hospital, Dr. Jotham Micheni, unterzeichnet.

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Georges Geschichte

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George Olali ist im Kibera Slum in Kenya bekannt und beliebt. Er arbeitetals "community health worker" in AMREFs Kibera Community Health Centre. George lebt seit fast zehn Jahren mit HIV, und befindet seit drei Jahren in anti-retroviraler Therapie (ART).

George Olali besucht und betreut HIV- infizierte Patienten. Er wurde von AMREF als Berater und Tutor ausgebildet. Seine Tage verbringt er einerseits mit Gesprächen mit jenen, die zur Durchführung eines HIV-Tests und zur Behandlung ins Zentrum kommen, andererseits in der Gemeinde, wo er ein positives Vorbild darstellt. George ist einer von 23 community health workers in der Kibera Klinik, die jeden Tag in die Gemeinde hinausgehen, um kranke Menschen zu ermutigen, sich testen und behandeln zu lassen. Auch Besuche von Patienten, die sich in ART-Therapie befinden, gehören zu seinem beruflichen Alltag. Er prüft, wie es den Patienten geht, welche Nebenwirkungen auftreten und beantwortet Fragen der Betroffenen.

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Gesundheitsprogramm für Mütter und Kinder in Magadi

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Magadi Division ist einer von sechs Bezirken des Kajiados im Rift Valley Kenyas. Die Region ist von Masaai, ein Hirtenvolk in Kenya und Tansania, bevölkert, die in häuslichen Gemeinschaften/Siedlungen, den so genannten »Manyattas« leben.

Es leben zwischen 20 bis 40 Menschen – mehrere Großfamilien – in einem Manyatta. Die Männer sind oft monatelang unterwegs um Wasser und Weidegründe für Ihre Rinder Herden zu suchen. Die Frauen müssen in dieser Zeit die Familie versorgen, Wasser und Brennholz suchen und das Jungvieh betreuen.

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