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Die Rückbindung von Clinical Officers im südlichen Sudan - eine Studie des NHTI

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Die hohe Belastung durch Krankheiten in Afrika erfordert innovative Konzepte in der Gesundheitsversorgung. Das National Health Training Institute (NHTI) in Maridi ist die einzige Einrichtung im Südsudan, welche so genannte »Clinical Officers« ausbildet, die ca 3/4 der Aufgaben eines Arztes übernehmen können. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1998 hat das NHTI 213 Clinical Officers ausgebildet, was 70 % dieser Fachkräfte entspricht, die insgesamt in diesem konfliktgeschüttelten Land arbeiten. 

Ziele
Das Hauptziel dieser Studie bestand darin, Informationen über die Absolventen des NHTI in Maridi zusammenzutragen und festzustellen, welcher Anteil von ihnen noch im Südsudan arbeitet oder allenfalls abgewandert ist, wo sie zum Einsatz kommen und welche konkreten Aufgaben sie haben. Methodik. In dieser Studie wurden Informationen über 108 Absolventen (50,7 %) des NHTI in Maridi durch persönliche Befragungen und Fragebögen,durch Diskussionen in Schwerpunktgruppen und Gesprächen mit wichtigen Informationsträgern gesammelt. Die Distrikte Maridi, Mudri, Yei,Juba, Bor, Aweil, Yirol und Rumbek wurden gezielt für die Datenerhebung ausgewählt.

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AMREFs Devise: Ausbildung ist essentiell

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2010

„Clinical Officers“ spielen eine Schlüsselrolle in den Gesundheitsdiensten vieler afrikanischer Staaten. Sie haben eine medizinische Grundausbildung und können 60-80 % der Aufgaben eines Arztes übernehmen, ihre Ausbildung ist aber deutlich billiger und schneller. Im südlichen Sudan stehen für eine Bevölkerung von ca. 10 Millionen nur cirka 100 Ärzte  zur Verfügung. 130 der 200 Clinical Officer wurden von AMREF ausgebildet. Es gibt dort 4.600 ausgebildete Health Worker – mehr als 17.000 werden benötigt.

Das Maridi National Health Training Institute von AMREF öffnete seine Pforten 1998, inmitten des Bürgerkriegs. 2001 gab es die ersten Studienabgänger. Der dreijährige Kurs in Public Health Care, Nursing Care and Surgical Procedure deckt viele Bereiche ab, von Anatomie und Orthopädie über Pathologie, Pharmakologie bis hin zu Psychologie und Psychiatrie. Die Ausbildung bringt qualifiziertes, vielseitiges medizinisches Fachpersonal hervor, das Krankheiten diagnostizieren und behandeln kann, Operationen und die Gesundheitsbildung von Gemeinden durchführen kann. Durch den Krieg konnten viele Studenten keine weiterführende Schule abschließen. Als Konsequenz beinhaltet die Ausbildung jetzt auch Grundkurse in Mathematik, Englisch und Biologie.

AMREF hat nun auch damit begonnen, ortsansässige Hebammen auszubilden. Der südliche Sudan hat die höchste Anzahl von schwangerschaftsbezogenen Todesfällen weltweit – zwei von 100 Schwangerschaften enden mit dem Tod. Das verwundert kaum in einem Land, wo 20 Hebammen eine Bevölkerung von ca. 8-10 Millionen Menschen betreuen. Frauen sterben unnötigerweise an Beschwerden, die einfach zu behandeln wären, wenn ausgebildetes Personal zur Verfügung stünde. Schwangere Frauen müssen, um zu einer Hebamme zu gelangen, oft viele Kilometer zu Fuß zurücklegen. Allzu oft sterben sie auf dem Weg oder verlieren ihr Kind. AMREF bildet derzeit 44 Hebammen in Yei, Lui und Maridi aus. Bewerberinnen aus abgelegenen Gegenden ohne Hebamme werden dabei bevorzugt angenommen.Themen sind häufige Komplikationen während der Geburt, Vorsorge und Nachsorge. Sie werden auch dazu ausgebildete, die Symptome für schwere Komplikationen zu erkennen, damit sie die Frauen an ein entsprechend ausgerüstete Einrichtungen überweisen können. Die 18-monatige Ausbildung umfasst sowohl die Theorie als auch praktische Arbeit unter Supervision.

 

Wenn die Geburt den Tod bedeutet: Müttersterblichkeit im Südlichen Sudan

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28.01.2009
Mary Keji bei einer Untersuchung
Mein Name ist Mary Keji, und ich habe erst im 8. Monat meiner dritten Schwangerschaft vom Tali Health Care Center erfahren. Meine ersten beiden Kinder habe ich zuhause auf die Welt gebracht, und bei der ersten Geburt kam es zu Komplikationen – ich habe Angst, dass das wieder passiert.

Mir wurde erzählt, dass die Behandlung im Tali Centre sehr gut ist, also bin ich die zwölf Kilometer von meiner Heimatstadt Bukan hergelaufen, um sicherzugehen, dass mein ungeborenes Baby gesund ist.

Ich habe mit einer Schwester gesprochen, und sie hat mir erklärt, dass es meinem Baby gut geht, dass es aber in der falschen Lage ist. Mir wurde erklärt, dass ich zur Geburt wieder in die Klinik kommen muss. Ich glaube, dass das am besten ist, und ich bin sehr dankbar, dass das medizinische Personal hier in Tali alles tun wird, damit mein Baby und ich gesund sind.
Nach 21 Jahren brutalen Bürgerkriegs, in dem die meisten Hospitäler und Kliniken zerstört wurden, so dass die medizinische Versorgung im südlichen Sudan sehr schlecht ist. Das Zahlenverhältnis Arzt – Patienten gehört zu den schlechtesten weltweit.

Verhinderbare und behandelbare Krankheiten wie Malaria, Meningites und Masern breiten sich in einigen Gegenden epidemisch aus. Lepra, Cholera und Polio sind ebenfalls
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