KENYA

Film über die Arbeit von Peter, AMREF Kenya unter:  http://idleaks.nl/awards/

DAGORETTI Kind in Not
Stärkung der Gemeinde durch die Arbeit mit Kindern
In den letzten 13 Jahren, hat sich das Dagoretti Projekt um die Belange von über 34.000 Kindern in schwierigen Verhältnissen aus dem Bezirk Dagoretti/Nairobi gekümmert.
Durch das 4R​​-Modell (Rettung, Rehabilitation, Wiedereingliederung und Resozialisierung), soll das Projekt die Gemeinschaft dazu befähigen, mit den Herausforderungen von Kindern in Not durch die Umsetzung der Initiative einer gemeinschaftsbasierenden Rehabilitation umzugehen. Diese Initiative stärkt die Fähigkeit der Gemeinschaft, die allgemeinen Lebensbedingungen und Gesundheitsstandards von Waisen und gefährdeten Kindern (OVCs) einschließlich der Straßenkinder zu verbessern

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Projekt Strategie
AMREF verwendet einen künstlerischen Ansatz um benachteiligte Kinder in den Gemeinden zu unterstützen und zu stärken. Der Ansatz betont Theater, Musik, Tanz, Bildende Kunst und Sport sowie Straßenfußball als Werkzeuge zur Re-Organisation der Interessen der Gemeinden, während zur gleichen Zeit deren Erfahrungen mit eingebunden werden.

Gesamtziel
Stärkung der Gemeinschaftsstrukturen, um die Rechte der Kinder, vor allem Gesundheitsrechte zu schützen und zu wahren.

Spezifische Ziele
  • Stärkung der Strukturen zum Schutz der Kinder in diesen Gemeinschaften durch Bewusstseinsbildung,
  • Kapazitätsaufbau und Interessenvertretung.
  • Eine nachhaltige gemeinschaftliche Hilfeleistung, Rehabilitation und Wiedereingliederung von Kindern in schwierigen Umständen zu erleichtern.
  • Den Zugang zu Basisgesundheitsdiensten und Informationen unter Kindern und Jugendlichen in schwierigen Umständen zu erhöhen.
  • Die Förderung der Gesundheit gefährdeter Kinder in Schulgemeinschaften, durch Erleichterungen des Zugangs zu Bildung, und die Schaffung eines günstigeren Umfelds zum Lernen.
  • Die institutionelle Entwicklung durch den Aufbau von Kapazitäten bei Kinderschutzmaßnahmen erleichtern Errungenschaften der vergangenen 12 Jahre.
  • Ein verbesserter Zugang zu Bildung und Ausbildung der Kinder: Mehr als 3000 Kindern wurde der Zugang zu Bildung erleichtert und für über 1000 Jugendliche eine Berufsausbildung ermöglicht.
Verbesserter Gesundheits- und Sozialstatus der Kinder in Dagoretti: Über 10.000 Kinder und Mitglieder der Gemeinschaft wurde der Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung ermöglicht sowie 30 Lebenskompetenz-Vereine etabliert
Für mehr Informationen von Dagoretti Kind in Not Projekt, kontaktieren Sie:
The Country Director, AMREF in Kenya
P.O. Box 30125-00100 Nairobi, Tel: + 254 20 699 4000; Email: info.kenya@amref.org
 
Persönliche Geschichten
Straßenkinder in Nairobi – Lucys Geschichte
Lucy
Lucy ist in Dagoretti, einem Slum Nairobis, geboren. Nach der Grundschule schickten ihre Eltern sie ins kenianische Hinterland zu ihren Großeltern, wo sie auf dem Feld arbeiten musste. Das Geld für den weiteren Schulbesuch fehlte. Mit 13 Jahren war die harte körperliche Arbeit bei ihren Großeltern für Lucy kaum zu schaffen. Sie hielt trotzdem durch. Was blieb ihr anderes übrig.
Vor zwei Jahren erfuhr sie von einer Freundin vom „Dagoretti Child in Need“ Projekt von AMREF in Nairobi. Sie ging zurück nach Nairobi und wurde im Projekt aufgenommen. Lucy spielte Theater, lernte in der Video-Schule und hat eine Ausbildung zur Frisörin gemacht.
„Immer wenn ich ein Problem habe, helfen die Mitarbeiter vom Projekt mir dieses zu bewältigen.“
Heute weiß sie, dass sie nicht alleine ist: „Immer wenn ich ein Problem habe, helfen die Mitarbeiter vom Projekt mir dieses zu bewältigen.“ Seit gut 2 Jahren besucht Lucy fast täglich das AMREF-Zentrum. Als Tutorin übernimmt sie seit kurzem auch Verantwortung für die jüngeren Kinder.
Abends, wenn das AMREF-Center seine Tore schließt geht sie nach Hause. Sie schläft bei ihrer Tante, weil ihre Mutter mit den zwei kleinen Brüdern nicht mehr in der Stadt lebt und ihr Vater sie nicht gut behandelt. Lucys Leben ist auch heute nicht leicht, aber mit der Unterstützung, die sie durch das Projekt erhalten hat, ist aus einem Mädchen ohne Perspektive eine lebensfrohe junge Frau geworden:
„Ich bin sehr dankbar für alles was das Projekt mir ermöglicht hat. Ich bin glücklich, weil ich viel gelernt habe, auch über mich. Das Leben selbst ist nicht schwer. Es geht nur darum wie du es nimmst, wie du es lebst. Darum geht es im Leben. Wenn du also deine eigene Situation akzeptierst, kannst du auch etwas machen aus deinem Leben.“

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Magadi

Magadi Division ist einer von sechs Bezirken des Kajiados im Rift Valley Kenyas. Die Region ist von Masaai, ein Hirtenvolk in Kenya und Tansania, bevölkert, die in häuslichen Gemeinschaften/Siedlungen, den so genannten »Manyattas« leben.
Es leben zwischen 20 bis 40 Menschen – mehrere Großfamilien – in einem Manyatta. Die Männer sind oft monatelang unterwegs um Wasser und Weidegründe für Ihre Rinder Herden zu suchen. Die Frauen müssen in dieser Zeit die Familie versorgen, Wasser und Brennholz suchen und das Jungvieh betreuen.
Die Region Magadi ist eine der ärmsten und medizinisch völlig unterversorgt. In Magadi, eine der trockensten Gebiete, geprägt von Salzseen und unfruchtbaren Steppenlandschaften leben fast 50 % der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Eine der wesentlichsten Probleme dieser Region ist die hohe Neugeborenensterblichkeit, die bei ca. 600 Todesfällen pro 100.000 Geburten liegt. Abgesehen davon steigt die Kindersterblichkeit jährlich an. Die Hauptgründe sind Malaria, HIV/AIDS, Durchfall, Masern, schlechte Ernährung, Atemwegsinfektionen und der erschwerter Zugang zu medizinischen Leistungen. Ein grundlegendes Problem ist zudem das mangelhafte Bewusstsein der Betroffenen über ihren Gesundheitszustand.
Durch eine Verbesserung des Gesundheitsversorgung, bzw. die Verringerung der Kindersterblichkeit wird nicht nur dem einzelnen Betroffenen, sondern der gesamten Region geholfen. Durch das AMREF Projekt in Magadi wurde der Zugang zu einer grundlegenden und nachhaltigen Mutter-Kind Gesundheitsvorsorge für die nomadische Bevölkerung implementiert und verbessert.

AMREF organisierte regelmäßige Treffen zusammen mit den Stammes Ältesten, um Aufklärungsarbeit über die Wichtigkeit von Impfungen und Präventivmaßnahmen für Kinder und schwangere Frauen zu leisten. In den einzelnen Manyattas wurden Personen ausgewählt, die als »Gesundheitsexperten« ausgebildet wurden und die Gesundheit der Stammesmitglieder »im Auge behalten«. Im Bedarfsfall sind sie über die Möglichkeiten einer med. Versorgung und Hilfe informiert.
Die vorhandenen Gesundheitszentren in der Region wurden durch AMREF entsprechend ausgerüstet und das Personal geschult, um auch auf Notfälle reagieren zu können. Impfungen für Kinder gegen Kinderlähmung und Masern wurden und werden angeboten.
 Mit diesem Projekt erreichte AMREF über 25.000 Menschen.