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LOMIDAT Schlachthof – Wiedereröffnungsfest 

Am 5. Juli 2014 fand in Lomidat ein großes „Njama Choma“ statt, das Fest zur Wiedereröffnung des Schlachthofes nach Abschluss der Erweiterung, die durch ein Social Impact Investment von KR Hubert Palfinger ermöglicht wurde.Sämtliche politischen Vertreter des Bezirks Turkana sowie viele Bewohner der Region folgten der Einladung. U.a. konnten der Gouverneur und der Senator der Turkana und zahlreiche weitere Ehrengäste begrüßt werden. Insgesamt nahmen mehr als 1.500 Besucher an den Feierlichkeiten teil. Die gesamte örtliche Presse sowie lokale Fernsehgesellschaften berichteten über diesen Event. Tanzgruppen aus verschiedenen Regionen Kenias sowie aus Uganda unterhielten die Gäste. Auch für das leibliche Wohl der Anwesenden war gesorgt.

 

 
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Outreach Programm Hydatid (Kenya, Süd Sudan, Äthiopien

AMREF und die Flying Doctors leiten seit über 35 Jahren das “Hydatid Project” in einer Region von der Größe Frankreichs, die den Norden Kenyas, den angrenzenden Süd Sudan und Teile Äthiopiens umfasst. Lebensgrundlage der dort lebenden nomadisierten Bevölkerung ist die Viehzucht. Durch die traditionelle Lebensweise und das enge Zusammenleben mit infizierten Tieren erkranken vor allem Frauen und Kinder an zystischer Echinokokkose, hervorgerufen durch den Rinder- bzw. Hundebandwurm. Eine Infektion, die unbehandelt zum Tod führt, da eine Diagnostik ohne bildgegebenes Verfahren im Frühstadium kaum möglich ist.

Das AMREF-Programm in der Turkana und umgebenden Gebieten schließt folgende Punkte mit ein:

–  Erziehungsprogramme in Schulen und Communities

–  Kontrolle der Tiere vor und nach der Schlachtung und sichere Entsorgung der befallenen Organe. Eine gezieltere Verwertung der Rinder u.a. durch die Produktion von Biltong. Dieses Trockenfleisch ist vor allen Dingen in Zeiten der Dürre ein ideales proteinreiches Nahrungsmittel.

–  Aufbau eines Registrierungssystems der Tiere und Kontrolle ihrer Wanderungen auch über die Grenzen Kenyas hinaus.

–  Behandlung der zystischen Echinokokkose durch chirurgische Entfernung.
Hierzu hat AMREF bereits in den 70er Jahren eigene Operationstechniken PAIR (Puncture, Aspiration, Injection, Reaspiration) durch das AMREF Surgial Outreach Team der AFD entwickelt

AMREF Austria’s Social Impact Investment für TMPCL (Turkana Meat Processors Company Ltd) durch KR Hubert Palfinger 

2006 begann AMREF in der Region Turkana in Kenya, einen Schlachthof Projekt TMPCL (Turkana Meat Processors Company Ltd) aufzubauen, damit die Viehzüchter ihre Rinder nicht hunderte Kilometer weit zum nächsten Schlachthof treiben müssen. Die mangelnde Versorgung der Tiere auf diesem Weg führte zu hohen Verlusten und somit zu geringeren Verkaufsgewinnen – der einzigen Einnahmequelle der Bevölkerung. Inzwischen zählen nahezu 2.000 nomadische Viehzüchter als „share holders“ zu den Miteigentümern des Schlachthofs. Ziel ist, die Quote weiter anzuheben.

Bereits seit 2007 unterstützt Palfinger das Projekt „Turning Cows to Cash“.

Ein Produkt dieses Schlachthofs ist Biltong-Trockenfleisch, eine protein- und mineralienreiche, fett-freie Nahrungsmittelergänzung. Mit dem Ausbau der Produktion könnte die Ernährung der noma-dischen Bevölkerung auch in Dürrezeiten gewährleistet werden. Mittelfristig sollen auch Schulen und das World Food Programm (WHO) damit beliefert und eine deutliche Verbesserung  der lokalen Infrastruktur erreicht werden.  Mag. Christoph Schneiderbauer betreut vor Ort dieses Projekt für AMREF Austria.

Herr KR Hubert Palfinger ermöglichte 2014 mit AMREF Austria als Partner ein „Social Impact Investment“ zur Kapazitätserweiterung des Schlachthofes. Es können regelmäßig Tiere angekauft werden, und eine Vertriebskette für die Produkte aufgebaut werden.

Die Rückzahlungen des Darlehens werden zur Gänze Gesundheitsprojekten von AMREF und den AMREF Flying Doctors zufließen, wodurch auch die weitere medizinische Versorgung durch AMREF in diesen Gebieten gewährleistet wird.